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Amerika schwimmt in Geld und versinkt in Schulden.

Die Schuldenberge der Vereinigten Staaten haben Rekordhöhe erreicht:
11 Billionen US$ private Konsumentenkredite, davon 6 Billionen US$ private Hypothekendarlehn, 8oo Mrd.US$ private Kreditkartenschulden, 5 Billionen US$ Unternehmensanleihen und 4 Billionen US$ US-Staatsanleihen.
„Buy now, pay later. Dieser Aufruf zum Konsumieren auf Pump ist die Devise einer ganzen Volkswirtschaft in den USA geworden, deren Bevölkerung gerade auf über 300 Millionen Menschen angewachsen ist. Problemlos wird das Geld vielfach von Kreditkarten abgebucht. Sparen scheint in den USA ein Fremdwort geworden zu sein und die Kreditwürdigkeit des Kunden wird nur ungern von den Kreditgebern angezweifelt. Das billige Geld kommt in den USA aus dem Geldautomaten. Geld gab es bis Mitte 2004 quasi umsonst. Der Leitzins lag damals bei 0,25 %. Die Liquidität in den USA schien aus der Notenpresse der privaten US-Notenbank Federal Reserve zu fließen, die immer neue grüne Dollarscheine druckte.
Gefüttert wird sie bis heute von dem Hauptgläubigerland Japan, von den Erdöl produzierenden Ländern des Nahen Ostens, von China und anderen Schwellenländern, die immer mehr Devisenreserven halten, US-Staatsanleihen kaufen und den USA unbegrenzt Kredit zu geben scheinen.
China hat in den letzten Jahren US-Staatsanleihen im Werte von über 250 Mrd. Dollar angehäuft und den USA Kredit in dieser Höhe gewährt. Im Jahr 2005 hat Asiens zweitgrößte Volkswirtschaft einen Handelsbilanzüberschuss mit den USA von fast 200 Milliarden Dollar verbucht. Im Jahr davor betrug der Überschuss 161 Milliarden Dollar. Im Jahr 2003 waren es 124 Milliarden Dollar.
Die Chinesen verfügen über ein großes, privates Sparvermögen, während die privaten Haushalte in den USA sechs Billionen Dollar Schulden angehäuft haben. Dazu verfügt China über Währungsreserven in Höhe von über einer Billionen US-Dollar. Ein dickes Polster für schlechte Zeiten.

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