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Der Zusammenbruch der „New-Economy“- Hoffnung und das Platzen der „Internetblase“ Ende der 90er Jahre in den USA haben der Weltöffentlichkeit die Unzulänglichkeiten des Dollarsystems vor Augen geführt und viele Länder, allen voran China, haben begonnen, sich aus der Umklammerung der USA und des US-dominierten Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank zu lösen. Der 11.September 2001 und die daraus entstandenen Feldzüge in Afghanistan und im Irak offenbaren vor den Augen der Welt die Verwundbarkeit der einzigen verbliebenen, bis dahin unverzichtbaren Supermacht.
Nicht zuletzt haben der überhebliche US-Unilateralismus und der amerikanische Krieg gegen den internationalen Terrorismus die Schwellenländer und die Entwicklungsländer veranlasst, noch ein bisschen weiter weg von Amerika und dafür immer näher zusammen zu rücken.
Ein weiterer nahe liegender und wahrscheinlich der eigentliche Zweck des derzeitigen Währungsregimes der Schwellenländer ist es, die seit Jahren laufende Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft mit den „Wachstumslokomotiven“ China und USA in verteilten Rollen aufrechtzuerhalten. Das ist die Konstellation einer globalen Arbeitsteilung, die bisher ganz wesentlich zum weltweiten Wachstum, insbesondere in den Schwellenländern beigetragen hat. Der Aufbau von Währungsreserven hält diese Konstellation des Wachstums der Weltwirtschaft am Laufen. Der Dollar wird dadurch gestützt. Die Amerikaner haben viele Dollars zur freien Verfügung und absorbieren damit große Teile der Weltgüterproduktion. Bricht die Güternachfrage in den USA ein, dann allerdings kann es brenzlig werden für die Güterproduzenten. Dann droht die Gefahr der weltweiten Überproduktion. Zunächst wird auf Halde produziert und später die Produktion gedrosselt mit entsprechender Massenarbeitslosigkeit und gesellschaftlichem Elend in den verschiedensten Formen.


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