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FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
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Der
Zusammenbruch
der
„New-Economy“-
Hoffnung
und
das
Platzen
der
„Internetblase“
Ende
der
90er
Jahre
in
den
USA
haben
der
Weltöffentlichkeit
die
Unzulänglichkeiten
des
Dollarsystems
vor
Augen
geführt
und
viele
Länder,
allen
voran
China,
haben
begonnen,
sich
aus
der
Umklammerung
der
USA
und
des
US-dominierten
Internationalen
Währungsfonds
(IWF)
und
der
Weltbank
zu
lösen.
Der
11.September
2001
und
die
daraus
entstandenen
Feldzüge
in
Afghanistan
und
im
Irak
offenbaren
vor
den
Augen
der
Welt
die
Verwundbarkeit
der
einzigen
verbliebenen,
bis
dahin
unverzichtbaren
Supermacht.
Nicht zuletzt haben der überhebliche US-Unilateralismus und der amerikanische Krieg gegen den internationalen Terrorismus die Schwellenländer und die Entwicklungsländer veranlasst, noch ein bisschen weiter weg von Amerika und dafür immer näher zusammen zu rücken. Ein weiterer nahe liegender und wahrscheinlich der eigentliche Zweck des derzeitigen Währungsregimes der Schwellenländer ist es, die seit Jahren laufende Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft mit den „Wachstumslokomotiven“ China und USA in verteilten Rollen aufrechtzuerhalten. Das ist die Konstellation einer globalen Arbeitsteilung, die bisher ganz wesentlich zum weltweiten Wachstum, insbesondere in den Schwellenländern beigetragen hat. Der Aufbau von Währungsreserven hält diese Konstellation des Wachstums der Weltwirtschaft am Laufen. Der Dollar wird dadurch gestützt. Die Amerikaner haben viele Dollars zur freien Verfügung und absorbieren damit große Teile der Weltgüterproduktion. Bricht die Güternachfrage in den USA ein, dann allerdings kann es brenzlig werden für die Güterproduzenten. Dann droht die Gefahr der weltweiten Überproduktion. Zunächst wird auf Halde produziert und später die Produktion gedrosselt mit entsprechender Massenarbeitslosigkeit und gesellschaftlichem Elend in den verschiedensten Formen. - 7 - |