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FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
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Umweltschutz,
sparsamer
Energieverbrauch
und
Schonung
der
natürlichen
Ressourcen
bleiben
auf
der
Strecke.
Anstatt Geld beiseite zu legen, verschulden sich die privaten Haushalte immer mehr. Finanzinstitute und Investoren versuchen sehr oft, ihr Kapital durch riskante finanzielle Transaktionen zu vermehren, anstatt durch solide Wertschöpfung mit der Produktion von nützlichen Gütern zum Eigenverbrauch und zum Austausch und Handel auf dem Weltmarkt. Die Amerikaner lebten in einer „Überflussgesellschaft auf Pump“. Den künstlich durch Werbung und finanzpolitische Anreize erzeugten Konsumrausch zahlen sie zum überwiegenden Teil nach dem Motto „buy now and pay later“ und vergrößern ihren Schuldenberg von Jahr zu Jahr. Die private US-Zentralbank stellte den Verbrauchern jahrelang billige Kredite zu Verfügung. Das Land wurde mit Liquidität überschwemmt und die Kauflust der Verbraucher wurde kräftig angeheizt. Der amerikanische Immobilienmarkt entwickelt sich seit Jahren in ungeahnten Höhen. Die Häuserpreise sind so stark angestiegen, dass weit verbreitet die Meinung vertreten wird, es habe sich an den Immobilienmärkten eine Blase gebildet, die in Analogie zu der Internet- und Technologieblase Ende der 90er Jahre zu platzen droht und eventuell schon damit begonnen hat. Die Amerikaner fühlen sich durch den starken Wertzuwachs ihrer Häuser auf dem überbordenden Immobilienmarkt noch reicher als zuvor und nehmen immer wieder neue Kredite auf, die sie mit dem steigenden „Wert“ ihrer Häuser absichern. Mit dem „billigen“ Geld von den Banken genießen sie ihren „gefühlten“ Reichtum und erwerben Wohnungseinrichtungen, Handys, Geländewagen, Segelboote und andere Konsumgegenständen. - 61 - |