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In einer durch Datenautobahnen, Internet und Telekommunikation, Schifffahrtswege und Flugrouten globalisierten Welt sind die Konzerne heute technisch in der Lage und deshalb gezwungen, weltweit auf die Jagd nach Extraprofiten zu gehen, bevor ihnen die Konkurrenz die Filetstücke wegschnappt. Dabei operieren sie zielstrebig, aber gnaden- und zügellos, wenn sie nicht durch verbindliche Regeln und Normen gezähmt werden.
Im vorherrschenden, angloamerikanischen Umfeld des Neoliberalismus ist es heute das erklärte und einzige Ziel des Managements aller großen Konzerns, zuallererst den Anteilseignern und Aktionären zu Diensten zu sein.
Das wird erreicht durch die Steigerung der Aktienkurse, der Dividendenausschüttungen oder auch der Rendite. Andernfalls droht die Gefahr, dass sich die Kapitaleigner nach einem anderen Management umsehen. Die Führung eines Unternehmens ist das eine und die Abschöpfung von Gewinnen etwas anderes.
Immer schärfere finanzpolitische Instrumente werden entwickelt, um dem Interesse der Kapitaleigner gegenüber dem allgemeinen Interesse der Unternehmen Geltung zu verschaffen.
Hedge-Fonds und Private Equity versprechen Riesengewinne. Für Aktionäre und Anteilseigner zählt nur der höhere Preis, der geboten wird und schon droht die Gefahr, dass sie ihre Anteile an den meistbietenden Interessenten verkaufen. Es zählt nur der Gewinn. Das Unternehmen als solches interessiert nicht so sehr.
Es ist wie die Milchkuh, die nur existiert, um gemolken zu werden. Der Wert eines Unternehmens spiegelt sich allein in den Gewinnaussichten für die Aktionäre wider.
Für die Menschen aber sind Unternehmen sehr nützliche, wachsende, lebendige Organismen, in denen sie zusammenarbeiten, um im Rahmen gemeinsamer Arbeitsteilung nützliche Güter für den Warenaustausch zu produzieren. Eigentlich entsteht Wertschöpfung und Wertsteigerung durch organisches Wachstum.


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