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FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
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Sicherlich
ist
er
aber
eine
der
Lehren
aus
den
schmerzhaften
Ereignissen
um
die
Jahrhundertwende,
als
die
weltweite
Wirtschafts-
und
Finanzkrise,
1997
ausgehend
von
Thailand,
den
ganzen
ostasiatischen
Raum
erfasste,
Russland
mit
in
die
Krise
riss
und
nach
Südamerika
überschwappte.
Ausgelöst
und
verschlimmert
wurde
die
Krise
durch
panikartige
Fluchtbewegungen
von
privatem
Kapital,
das
in
Form
„kurzfristiger“
flüchtiger
Kredite
in
vielen
Schwellenländern
investiert
worden
um
des
schnellen
Profits
willen.
Heute bieten Währungsreserven und der Besitz amerikanischer Staatsanleihen Schutz und Sicherheit in einer unsicheren Zukunft. Deutschland ist mit einem Überschuss von fast 100 Mrd. US-Dollar auch ein Nettokapitalexporteur, wobei aber der größte Teil der Mittel in andere Länder des europäischen Währungsraums fließt. Die europäische Währungsunion als Ganzes weist einen kleinen Überschuss gegenüber dem Rest der Welt auf. Die Bedeutung der Ölförderländer für die Finanzierung der globalen Leistungsbilanzdefizite und insbesondere des Defizits in der amerikanischen Leistungsbilanz hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Die im Golf-Kooperationsrat (GCC) zusammen geschlossenen Länder haben im Jahr 2005 einen Leistungsbilanzüberschuss von rund 200 Milliarden Dollar erzielt, nach knapp 100 Mrd. Dollar im Jahr 2004 und knapp 60 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor. Kapitalzuflüssen aus den Ölländern und die wachsende Abhängigkeit Amerikas von den unruhigen Staaten des Nahen Ostens können mittelfristig erhebliche Risiken für die Stabilität des US-Dollars mit sich bringen. Anders als die ostasiatischen Notenbanken, die mit dem Kauf von US-Staatsanleihen und von Währungsreserven Finanz- und Wirtschaftspolitik betreiben und ihre Währung stabil halten, geht es den Ölexporteure bei ihren Anlagenentscheidungen in den USA primär um die Erzielung von Gewinnen und Renditen. - 41 - |