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FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
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Das
US-Haushaltsdefizit
wächst,
weil
die
US-Regierung
sich
immer
mehr
Geld
leiht,
um
die
Staatsausgaben
und
den
Konsum
zu
finanzieren,
der
ihnen
hilft,
ihre
vom
Konsum
getriebene
„Wachstumslokomotive“
am
Laufen
zu
halten
und
eine
weltweite
Rezession
zu
vermeiden.
Auf der andern Seite sind die Währungsreserven und Guthaben der Schwellen- und Entwicklungsländer seit 1999 immer mehr angeschwollen von damals 1 Billionen Dollar auf jetzt fast drei Billionen Dollar und haben sich innerhalb von fünf Jahren fast verdreifacht. Drei Viertel (3/4) der Reserven sind im Dollarraum angelegt und stützen den US-Dollar. Die Schwellen- und Entwicklungsländer häufen immer größere Dollar-Guthaben an. Dieses erarbeitete und angesparte Geld leihen sie zum großen Teil den Vereinigten Staaten und ermöglichen es den amerikanischen Bürgern, weiter auf Kredit einzukaufen. Die Geschäfte florieren. Der zum großen Teil kreditfinanzierte Konsum ist ein wesentlicher Antrieb des Wachstums der US-Wirtschaft, das aufrechterhalten wird durch die weltweit hohe Liquidität, durch die Ideologie des "buy now and pay later" (jetzt kaufen und später bezahlen) und durch die steigenden Immobilienpreise in den USA, die die Amerikaner immer noch mehr zur verstärkter Kreditaufnahme und zu verstärktem Konsum verleiten, da sie der Überzeugung sind, mit dem gestiegenen Wert ihres Eigenheimbesitzes wohlhabender geworden zu sein. Dieser „gefühlte Reichtum“ existiert allerdings nur auf dem Papier der Finanzmärkte, hat aber sehr konkrete Konsequenzen, denn das alles hat im Laufe der letzten Jahre zu riesigen Schulden der privaten US-Haushalte geführt, die mittlerweile auf 11 Billionen Dollar angestiegen sind. Gleichzeitig wurde wenig auf die hohe Kante zurückgelegt, was in einer sehr niedrigen bis negativen Sparquote zum Ausdruck kommt. Die amerikanischen Normalbürger haben fast keine Rücklagen angespart und sind so für Notzeiten schlecht gerüstet. - 4 - |