| vorherige Seite 202 ◊ ◊ nächste Seite 204 Impressum // Links // Inhaltsverzeichnis
FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
|
Europa
muss
China
aber
nicht
als
politischen
Rivalen
betrachten,
mit
dem
es
unüberbrückbare
Differenzen
gibt.
Das
meiste
lässt
sich
regeln,
notfalls
hart
verhandeln.
Europa
sollte
China
nicht
abwehrend
und
defensiv
gegenübertreten,
sondern
mit
ihm
konstruktiv
und
offen
den
Wettbewerb,
die
Kooperation
und
die
Partnerschaft
suchen.
Der europäische Vorsprung in Technik und Wissenschaft ist groß und es gilt ihn zu halten, denn genau da liegt der europäische Wettbewerbsvorteil. Daher ist die Angst vor unfairem „Technologieklau“ und „Produktpiraterie“ verständlich und berechtigt. Trifft sie doch die Achillesferse der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der fortgeschrittenen europäischen Industriestaaten. Lösungen müssen gefunden werden zu beiderseitigem Vorteil. Solange aber das neoliberale Konzept eines hemmungslos „freien“ Marktes gepredigt wird, wo für Fairness und Rücksichtnahme kein Platz ist und nur Wettbewerbsvorteile zählen, bleibt nur der politische Druck anstelle von Verständigung und Übereinkunft. Abschottung und Protektionismus werden nicht hilfreich sein. Sie sind heute keine Option, um China auf seinem eingeschlagenen Weg des Wirtschafts- und Wohlstandswachstums im eigenen Lande aufzuhalten. Eher werden protektionistische Maßnahmen China in dem Bestreben bestärken, sich noch intensiver den eigenen Binnenmarkt und den Märkten der anderen Schwellen und Entwicklungsländern zu zuwenden. Mit China und den anderen Schellenländern wachsen und nicht gegen sie, kann nur die Devise sein. China in strategischer Rivalität mit den USA?Objektiv gerät China mit den USA immer dann in Rivalität, wenn es sich von den Vereinigten Staaten in verschiedenen Weltregionen in seiner Entwicklung und Entfaltung behindert fühlt. - 203 - |