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Diese Entwicklung, so wie sie verlaufen ist, war nicht geplant und birgt Gefahren, denn sie hat gleichzeitig globale und regionale Ungleichgewichte geschaffen, die rasant zunehmen und auf Lösung drängen.
In der letzten Zeit scheint sich multilateral in der G7, in der OECD und im IWF eine Art Konsens herauszubilden über die dringend notwendigen Korrekturen zur Reduzierung dieser Ungleichgewichte. Die globalen Widersprüche treten am krassesten zu Tage im Verhältnis zwischen der weltweit kapitalkräftigsten US-Volkswirtschaft, die seit Jahren über ihre Verhältnisse lebt und ihren Konsum mit dem Sparkapital anderer Länder finanziert und dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, das zunächst ein Heer von billigen Arbeitskräften zur Verfügung gestellt hat und jetzt mit zunehmendem Wohlstand auch einen finanzstarken und wachsenden Binnenmarkt zur Verfügung hat, der 1300 Millionen Verbraucher umfaßt.
Ein Konsens über den richtigen Weg einer Korrektur der Ungleichgewichte scheint sich unter den Führungseliten in den Industriestaaten, in den Schwellenländer und in multilateralen Organisation wie dem IWF anzubahnen. Möglich wird diese multilaterale Meinungsbildung, weil innere Gesetze der Ökonomie diesen Weg vorzeichnen.
Die Weltwirtschaft ist so sehr ineinander verflochten und die Abhängigkeiten der Länder sind so groß, daß niemand ein Interesse daran haben kann, wenn das ganze System in sich zusammenstürzt, denn – wie es aussieht – wird es in der jetzigen Situation keine Gewinner geben.
Zur Disposition steht die Frage, ob eine Entflechtung der globalen Abhängigkeiten mit Abschottung und Protektionismus die Lösung bringt oder ob die weiche politische Landung der multilaterale Versuch sein kann, den überschäumenden „freien Markt“ gemeinsam und kooperativ zu regulieren und im Weltfinanz- und Wirtschaftssystem Symmetrie, Ordnung und Harmonie zu schaffen, die seit der Aufkündigung von Bretton-Woods vor über 30 Jahren verloren gegangen ist.


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