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FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
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Der
im
Rahmen
des
„neuen
Fünf-Jahresplans“
vom
März
2006
forcierte
Aufbau
einer
modernen
Infrastruktur
mit
Straßen,
Flughäfen
und
Telekommunikationseinrichtungen
in
den
ärmeren
ländlichen
Gebieten
mit
ihren
vielen
Millionenstädten
sind
eine
große
Herausforderung.
Die
Schaffung
von
Millionen
Arbeitsplätzen
stellen
ein
ebenso
riesiges
Wachstumspotential
der
chinesischen
Wirtschaft
in
der
Zukunft
dar
wie
die
Bedienung
der
Binnennachfrage
von
Millionen
potentiellen
Verbrauchern.
China besitzt heute ein ausgereiftes Potential an Produktivkräften mit einem Maschinenpark hoher Qualität und qualifizierten Arbeitskräften mit technischem Verständnis und Know-how. Forschung und Entwicklung bilden Schwerpunkte chinesischer Wirtschaftspolitik und sollen das Land weiter an die Spitze bringen. Mit dem schon jetzt erreichten Stand der Produktivität und Produktionskapazität ist die chinesische Wirtschaft vermutlich in der Lage, im Laufe der kommenden Jahrzehnte den eigenen Binnenmarkt zu versorgen, die Infrastruktur in den zurückgebliebenen Regionen aufzubauen und gleichzeitig im eigenen Lande neue Fabriken zu bauen und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Chinesen sind genügsam und hungrig nach Fortschritt und persönlichem Wohlstand. Sie arbeiten sich hoch von einem viel niedrigeren Niveau, als die Menschen in den reichen Industrieländern. Sie sind bereit, Opfer auf sich zu nehmen, damit sich ihre Lage verbessert, während im „Westen“ ein Defensivkampf gegen eine Absenkung des Lebensstandards ausgefochten wird. China besitzt das Potential, die Arbeitsproduktivität noch geraume Zeit zu steigern. Vor allem aber ist China dabei, Hochschulen und Forschung strategisch auszurichten und sich an den internationalen Standards zu orientieren, um die Technologien zu verbessern. China bildet heute dreimal so viele Ingenieure aus wie die USA. Jedes Jahr verlassen 400 000 von ihnen die Universitäten, fast zehn Mal mehr als in Deutschland. - 169 - |