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FRANZ-BERNHARD NOLTE
Globalisierung zähmen
- DAS BUCH -
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Selbst
die
private
amerikanische
Zentralbank
FED
mit
ihrem
neuen
Vorsitzenden
B.
Bernanke
und
die
US-Regierung
fordern
neben
der
EU
und
großen
Teilen
des
IWF
und
der
Weltbank,
neuerdings
China
und
andere
Schwellenländer
immer
mehr
dazu
auf,
diese
neue
eher
nationale
Politik
der
„Stärkung
der
Binnennachfrage“
zu
betreiben,
um
die
globalen
Ungleichgewichte
zu
reduzieren,
zumindest
aber
nicht
noch
weiter
ansteigen
zu
lassen.
Es scheint, als würden in einer Zeit der weltweiten Realität der kapitalistischen Produktionsweise die globalen Ungleichgewichte ökonomischen Gesetzen folgend zu einer Lösung drängen, die vorwiegend den Völkern der Schwellen- und Entwicklungsländer zu Gute kommt, während gleichzeitig darüber spekuliert werden kann, ob sich die USA längerfristig auf der Verliererseite der vor allem von ihnen betriebenen Version einer neoliberalen Globalisierung wieder finden werden. Entscheidend allerdings wird sein, ob diese Entwicklung friedlich verläuft, denn niemand kann voraus sehen, wie ein verwundetes Tier reagiert, auch wenn es vielleicht nur ein „Papiertiger“ ist. Die ökonomische und auch die politische Handlungsfähigkeit der USA leiden schon heute und ihre Abhängigkeit von den wachsenden Volkswirtschaften der „Dritten Welt“ vergrößert sich von Jahr zu Jahr. Überall dort, wo das Vertrauen in die ökonomische Stärke der USA und in die Ideologie des neo-liberalisierten Weltmarktes schwindet, scheint China mit neuen Ideen einer staatlich regulierten und "gezähmten Globalisierung" das entstehende Vakuum auszufüllen. An der Seite der Entwicklungsländer scheint China sich wohler zu fühlen als etwa in der OECD, dem Club der Industriestaaten. In der „G20“, dem Forum der Schwellen- und Entwicklungsländer, bietet China sein Modell eines globalen Weltmarktes erfolgreich an als wärmere und realistische Alternative zu der eher kalten und krisenanfälligen neoliberalen Wirtschafts- und Finanzpolitik der USA. - 15 - |