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Aus Sicht der Schwellenländer noch besser für eine kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung ist die Einbindung des privaten, ausländischen Kapitals in so genannte „Joint Ventures“, bei denen
es erwünscht ist, wenn die ausländischen Investoren nur Minderheitsbeteiligungen eingehen, wobei die Mehrheitskontrolle bei den einheimischen Unternehmen bleibt. Diese bestimmen dann letzten Endes darüber, wann welche Gelder wie und wo verwendet werden.
Noch günstiger ist es für ein harmonisches Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wenn ausländische Unternehmen ihr Know-how mitbringen und in Stätten der Forschung und Entwicklung investieren.
Es scheint, als würden die aufstrebenden, wachstumsstarken Länder immer selbstbewusster auf der Welthandels- und Finanzbühne auftreten und mit einer gemeinsamen Strategie die Industrieländer immer mehr in die Defensive drängen.
Vor über 30 Jahren war das bis dahin stabile Weltfinanzsystem aus den Fugen geraten, nachdem US-Präsident Richard Nixon Anfang der 70er Jahre das „Bretton-Woods-System“ von 1945 aufgekündigt hatte.
Die Währungen begannen zu „floaten“, wurden den freien Marktkräften ausgeliefert und zum Spielball von Währungsspekulanten gemacht, wie zuletzt während der Asienkrise 1997. Seitdem hat sich das System wieder stabilisiert, allerdings um den Preis von wirtschaftlichen Ungleichgewichten, die weltweit vor allem zwischen den USA und den Schwellenländern, aber auch in den Ländern selbst entstanden sind.
Dass es irgendwann zu einer Korrektur der globalen Ungleichgewichte kommen muss, darüber sind sich heute alle Ökonomen vom IWF über die Weltbank bis zu den Europäern in der OECD einig. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird die Binnennachfrage und der Konsum in den USA gedämpft, die Zinsen- und die Sparquote erhöht, die Liquidität vermindert und die US-Staats-ausgaben im sozialen und auch im militärischen Bereich gesenkt werden müssen.


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